Berlin - Impressionen einer Metropole

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Alexanderplatz

Der Alexanderplatz ("Alex") im Berliner Bezirk Mitte ist eines der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Hier treffen sich drei U-Bahn-, vier S-Bahn-, vier Straßenbahn-, fünf Regionalbahn- und fünf Buslinien.
Kein Platz der Stadt hat sooft sein Gesicht verändert wie der Alex. Erst seit dem Ausbau der Vorstädte (Georgenvorstadt, Spandauer Vorstadt und Stralauer Vorstadt) wurde er zu einem innerstädtischen Platz. 200 Jahre lang erfuhr er immer wieder Zerstörungen und wurde bereits viermal um- und wieder aufgebaut.

In der Mitte des 13. Jahrhunderts entstand die Berliner Stadtmauer. Zu jener Zeit befand sich der Alexanderplatz vor dem Oderberger Tor, das nach dem Bau des Spitals Heiliger Georg den Namen Georgentor erhielt und im 16. Jahrhundert das wichtigste Stadttor darstellte.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg und seinen schrecklichen Verwüstungen wurde die Stadtmauer durch einen Festungsring verstärkt. Der aus Linz stammende Festungsbaumeister Johann Gregor Memhardt übernahm die Planung und die Ausführung der Arbeiten.

Unter Friedrich Wilhelm, dem Großen Kurfürsten, wurde das Areal vor dem Georgentor besiedelt. Dies waren die Anfänge der Georgenvorstadt. Da auf Grund eines Erlasses aus dem Jahre 1681 Viehhandel und Schweinemast innerhalb der Stadtmauern verboten wurden, entstanden vor dem Georgentor ein Viehmarkt und ein Wochenmarkt.
Der Platz wurde als Ochsenmarkt oder Ochsenplatz bezeichnet.

Nach dem feierlichen Einzug des frisch gekrönten preußischen Königs Friedrich I durch das Georgentor im Jahre 1701 wurde dieses nun Königstor genannt und der Ochsenmarkt Königs Thor Platz. Aus der Georgenvorstadt wurde die Königsvorstadt oder auch Königsstadt.
1734 entstand die Berliner Zollmauer, das Tor wurde 1746 abgerissen.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts siedelten sich am Platz Tuchmanufakturen, Webereien und ein Wollmarkt an und es entstand ein Arbeitshaus für Bettler und Obdachlose.
Schließlich gesellten sich auch militärische Einrichtungen hinzu, was zur Folge hatte, dass ein Teil des Platzes zum Paradeplatz wurde.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden nach Plänen von Carl von Gontard die Königskolonnaden, die 1910 abgetragen wurden und heute im Berliner Bezirk Schöneberg im dortigen Heinrich-von-Kleistpark stehen.

Seinen heutigen Namen erhielt der Alexanderplatz erst 1805 als Friedrich Wilhelm III (1770-1840) ihn zu Ehren seines Gastes, Zar Alexander I, umbenannte.
Bereits 1839 verkehrte am Alexanderplatz der erste Pferdeomnibus.
Seinen ersten Großmarkt erhielt Berlin in Form der 1886 eröffneten Zentralmarkthalle, Diese wurde aber im Zuge der Neugestaltung des Platzes nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder abgerissen.
Die fünf Tonnen schwere und 7,5 Meter hohe Berolina, eine in Kupfer getriebene Figur von Emil Hundrieser, wurde 1895 auf dem Alexanderplatz aufgestellt, aber 1944 für die Kriegswirtschaft eingeschmolzen.

Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts begann der S-Bahn-Betrieb mit elektrischen Triebwagen. Dazu kamen U-Bahn, Straßenbahn und Busse, was den Alexanderplatz neben dem Potsdamer Platz zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt Berlins werden ließ.
Der mit dunkelroten Fliesen versehene U-Bahnhof wurde von Alfred Grenander entworfen.

Unterhalb des Alexanderplatzes entstand während des Zweiten Weltkrieges eine der größten Luftschutzanlagen Berlins.
Der in Schutt und Asche gelegte Alexanderplatz erfuhr nach Kriegsende einen Wiederaufbau nach sozialistischem Vorbild. Dabei wurde er um das Vierfache erweitert.
Der Platz wurde - ahnlich wie der Rote Platz in Moskau - zu einem Aufmarschplatz für Militärparaden und zu einem Versammlungsort für poltische Großkundgebungen.
Da der Platz nach dem Umbau durch breit ausgebaute Straßen großzügig umfahren wurde und nur noch durch Fußgängertunnel zu erreichen war, wurde er von seinem natürlich Umfeld abgeschnitten und bekam einen inselartigen Charakter.

Als im Jahr 1969 der Fernsehturm eröffnet wurde, gewann der Alexanderplatz noch weiter an Attraktivität und wurde nun endgültig zum Zentrum Ostberlins.
Kurz vor der Wende wurde der Alexanderplatz für Kundgebungen regimekritischer Demonstranten genutzt.

Nach der Wende wurden der Platz, der Bahnhof und der U-Bahnhof umfassend saniert. Die Straßen wurden zurückgebaut und die Fußgängertunnel abgerissen. Bis auf die Straßenbahn ist der Alexanderplatz auch heute noch ausschließlich den Fußgängern vorbehalten.

Markante Bauwerke:
Alexander- und Berolinahaus
Das Alexanderhaus und das Berolinahaus entstanden in den Jahren 1929 und 1930 und wurden nach Plänen von Peter Behrens erbaut.
Das in den Jahren 2005 und 2006 sanierte Berolinahaus beherbergt heute u.a. das Bekleidungshaus C&A. In dem 1993 bis 1995 restaurierten Alexanderhaus befindet sich u.a. die Zentrale der Berliner Sparkasse.

Brunnen der Völkerfreundschaft
Am 7. Oktober 1970 wurde der nach einem Entwurf von Walter Womacka entstandene Brunnen der Völkerfreundschaft eingeweiht. Der Durchmesser des Beckens liegt bei 23 Metern, die Höhe der Wasserspirale, die aus 17 Schalen besteht, beläuft sich auf 6,20 Meter. Der im Jahre 2002 sanierte Brunnen wurde aus Emaille, Glas, Keramik und Kupfer gefertigt.

Haus des Lehrers
Nach der Zerstörung des aus dem Jahre 1908 stammenden Vorgängerbaus des Berliner Lehrervereins im Zweiten Weltkrieg wurde von 1962 bis 1964 etwa an derselben Stelle nach Plänen von Hermann Henselmann das Haus des Lehrers errichtet. Eröffnet wurde es am 9. September 1964
Das zwölfgeschossige Gebäude war das erste Hochhaus am Platz. Unverwechselbar ist der von Walter Womacka stammende Fries zwischen dem zweiten und fünften Obergeschoss. Die Darstellungen mit dem Namen "Unser Leben" idealisieren auf künstlerische Weise die gesellschaftliche Entwicklung in der sozialistischen DDR.
Mit einer Höhe von 7 und einer Länge von 125 Metern gehört dieser Fries zu den größten Kunstwerken Europas.
Nach der Wende wurde das Gebäude saniert und umgebaut und gehört heute der Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM).

Kongresshalle
Die dem Haus des Lehrers benachbarte und zur selben Zeit errichtete Kongresshalle - heutiger Name: Berliner Congress Center (bcc) - wurde für 30 Millionen Euro saniert und bietet Platz für 2000 Gäste. Sie verfügt über eine hochmoderne Küche, die bis zu 1000 Gäste auf einmal versorgen kann.
An der Decke des Kuppeksaals befindet sich ein Lichtspiel mit 576 Leuchten.

Park Inn
Das Park Inn misst eine Höhe von 125 Metern und befindet sich im Nordosten des Alexanderplatzes, wo es im Zuge der Neugestaltung des Platzes zwischen 1967 und 1970 erbaut wurde.
Das ehemalige Interhotel Stadt Berlin trug nach der Wende zunächst den Namen Forum Hotel. Seit 2003 wird das Vier-Sterne-Hotel von der belgischen Rezidor Hotel Group unter dem Namen Park Inn by Radisson betrieben. Es verfügt über 1012 Gästezimmer.
Eine Attraktion der besonderen Art ist das Base Flying: Wagemutige und Adrenalin-Junkies können sich von der Plattform des Hoteldaches aus, an einem Klettergurt befestigt, kontrolliert in die Tiefe "stürzen".

Das Einkaufszentrum Alexa, das an der Stelle des ehemaligen Berliner Polizeipräsidums errichtet und im Jahre 2007 eröffnet wurde, verleiht dem Alexanderplatz eine weitere Attraktivität.

Bauwerke am Alexanderplatz oder in unmittelbarer Nähe:.
Weltzeituhr
Fernsehturm
Marienkirche
Neptunbrunnen
Rotes Rathaus

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