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Im Jahre 1993 verlegte das Berliner Landesparlament seinen Sitz vom Rathaus Schöneberg in das zuvor umfangreich renovierte Gebäude des ehemaligen Preußischen Landtags, das in den Jahren 1892 bis 1899 nach Plänen von Friedrich Schulze Colditz erbaut wurde. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das ebenfalls von Colditz erbaute ehemalige Preußische Herrenhaus, der heutige Bundesrat.
Die Niederkirchner Straße hieß bis nach dem Zweiten Weltkrieg Prinz-Albrecht-Straße. Namensgeber war der im Königsberger Exil geborene Sohn von König Friedrich Wilhelm III und Königin Luise und Bruder von König Friedrich Wilhelm IV und Kaiser Wilhelm I.
Unter den Nationalsozialisten wurde der Preußische Landtag aufgelöst.
Das während des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigte Gebäude wurde in den Nachkriegsjahren wiederaufgebaut und als Teil des "Hauses der Ministerien" genutzt. Hier hatte auch Otto Grotewohl - von 1949 bis 1964 Ministerpräsident der DDR - seinen Regierungssitz.
Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus finden alle fünf Jahre statt.
Zu den wichtigsten Aufgaben des Hauses zählen die Gesetzgebung, die Wahl des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und die Kontrolle des Berliner Senats.
Auch der Petitionsausschuss hat hier seinen Sitz.