Berlin - Impressionen einer Metropole

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Berlin

Ein Streifzug durch die deutsche Hauptstadt

Zeughaus, Berliner Dom, Fernsehturm Geschichte
Wohl kaum eine andere Stadt war im Laufe ihrer Geschichte solch grundlegenden Veränderungen unterworfen und hat so oft ihr Gesicht verändert wie Berlin.
Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Cölln im Jahr 1237, Berlin im Jahr 1244. Neuere archäologische Funde beweisen jedoch, dass beide Siedlungen etwa 80 Jahre älter sind als bisher angenommen. Im Spätmittelalter wuchsen beide Orte zur Doppelstadt Berlin-Cölln zusammen. Der Bär ist seit 1280 das Wappentier Berlins.
Der Name Berlin stammt vermutlich aus dem Slawischen und bedeutet soviel wie "Ort in einem Sumpfgebiet".

Zunächst wurde Berlin von den Askaniern, dann von den Wittelsbachern und danach von den Luxemburgern regiert. Schließlich trat Friedrich I im Jahr 1415 die fast 500-jährige Herrschaft der Hohenzollern über Berlin, Brandenburg und später Preußen an.
Im Laufe der Jahrhunderte fanden viele Einwanderer aus ganz Europa hier eine neue Heimat. Besonders zahlreich kamen die Hugenotten ins Land, denn das Edikt von Potsdam, das der Große Kurfürst im Jahr 1685 erließ, gewährte den französischen Glaubensflüchtlingen großzügige Privilegien.

Mit der Krönung von Wilhelm I zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles wurde Berlin 1871 Hauptstadt des Deutschen Kaiserreiches. Fortan erlebte die Stadt - nicht zuletzt wegen der hohen Reparationszahlungen, die die Franzosen aus dem Deutsch-Französischen Krieg zu leisten hatten - einen einzigartigen Bau- und Wirtschaftsboom. Berlin mauserte sich zu einer Weltstadt.
Am 9. November 1918 verkündete Reichskanzler Prinz Max von Baden die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. Noch am selben Tag rief Philipp Scheidemann vom Balkon des Reichstagsgebäudes die "deutsche Republik" aus. Dies war die Geburtsstunde der Weimarer Republik. Namensgeberin war die thüringische Stadt Weimar, der erste Tagungsort der verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung.

Die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 bedeutete das Ende der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland und der Beginn eines dunklen und sehr langen Kapitels für Berlin. Zwar konnte die Stadt ihrem Schicksal als Welthauptstadt Germania entgehen, doch der Zweite Weltkrieg brachte Tod und Verwüstung. Rund 363 Luftangriffe wurden auf die Stadt geflogen und 45517 Tonnen Bomben über ihr abgeworfen.
Die Schlacht um Berlin vom 16. April bis zum 2. Mai 1945 forderte erneut einen hohen Blutzoll: über 170000 gefallene und 500000 verwundete Soldaten sowie mehrere zehntausend getötete Zivilisten.
Danach brach eine lange Eiszeit über die Stadt herein - der Kalte Krieg und die Teilung der Stadt durch den Bau der rund 160 Kilometer lange Berliner Mauer, die mindestens 136 Menschen das Leben kostete.

Tourismus
Das heutige Berlin verteilt sich auf knapp 892 Quadratkilometer und 12 Bezirke, die sich wiederum in 96 Ortsteile aufgliedern. Von den rund 3,5 Millionen Einwohnern sind 659.000 Ausländer aus über 180 verschiedenen Nationen sowie rund 465.000 Deutsche mit Migrationshintergrund. Dies entspricht einem Anteil von fast 31 Prozent.

Mit dem Vollzug der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde Berlin die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland. Auch die Bundesregierung hat seit 1999 hier ihren Sitz, ebenso der Bundespräsident, der Deutsche Bundestag und der Bundesrat.

Berlin, die alte und neue Hauptstadt Deutschlands hat viel zu bieten. Hier wird nicht nur Weltpolitik gemacht, hier wird auch die Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur groß geschrieben.
Galt ein Berlinbesuch vor Jahren noch unter den in- und ausländischen Touristen als Geheimtipp, so hat die deutsche Hauptstadt inzwischen so mancher anderen Metropole in puncto Beliebtheit den Rang abgelaufen und es ist deshalb auch nicht verwunderlich, dass der Berlin-Tourismus eine rasante Entwicklung genommen hat - von 7,2 Millionen Übernachtungen im Jahr 1990 auf beachtliche 17,77 Millionen Übernachtungen im Jahr 2008. Selbst im Krisenjahr 2009 konnte die Zahl der Übernachtungen noch einmal gesteigert werden und das Jahr 2010 brachte einen neuen Rekord von über 20 Millionen Übernachtungen. Aber auch dieser Rekord wurde in den Folgejahren gebrochen. 2013 konnte Berlin schließlich über 25 Millionen Übernachtungen verbuchen und 2016 waren es gar 31,1 Millionen.

Die meisten Touristen kommen aus Deutschland, danach folgen die Besucher aus Europa, Amerika und Asien. Die größte ausländische Touristengruppe kommt aus Großbritannien. Jeder Zweite besucht die Hauptstadt wegen des Kulturangebots. Und in der Tat hat Berlin, diese einzigartige, sich immer wieder neu erfindende, niemals schlafende europäische Metropole für jeden Geschmack und jedes Temperament etwas zu bieten.

Highlights
Ein besonderes Highlight für Kulturinteressierte sind die zahlreichen Museen. Das Alte und das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum befinden sich auf der von der Spree umflossenen Museumsinsel. Seit 1999 stehen sowohl die Insel als auch die Museen auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Aber auch abseits der Museumsinsel wartet eine Vielzahl von Museen auf Besucher, beispielsweise das Naturkundemuseum, das Technikmuseum, das Jüdische Museum, die beiden Kunstgewerbemuseen, der Martin-Gropiusbau oder die Gemäldegalerie sowie die Neue Nationalgalerie und das Deutsche Historische Museum in der Straße Unter den Linden oder das Mauermuseum am Checkpoint Charlie. Dies ist aber nur eine willkürliche Auswahl.

Berlin verfügt zudem über vier Opernhäuser: die Deutsche Oper, die Komische Oper, die Staatsoper und die Neuköllner Oper. Aber auch das Konzerthaus, die Philharmonie und der Friedrichstadt-Palast sorgen für reichlich Ohrenschmaus.

Die Touristen besuchen Berlin auch wegen der zahlreichen Theater und nicht zuletzt wegen der Gedenkstätten. So erfreuen sich das Holocaust-Denkmal, die Topographie des Terrors, das Sinti und Roma Denkmal, das Mahnmal Gleis 17 und die Gedenkstätte Berliner Mauer hoher Besucherzahlen.

Die Schlösser, Parks und Gärten sind weit über die Stadtgrenzen hinweg berühmt.
Aus der Fülle von Sehenswürdigkeiten sind zwei Bauwerke hervorzuheben: das Brandenburger Tor und der Berliner Fernsehturm im Bezirk Mitte.
An die Berliner Mauer erinnert die Eastside-Gallery, an die Stasi-Vergangenheit der DDR die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Abseits vom Trubel der Großstadt aber zeigt Berlin auch seine naturbelassene, idyllische Seite und so eröffnet sich für Wanderfreunde sowie Wasserratten und Wassersportler ein breitgefächertes Freizeitangebot.

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